Mittwoch, 31. August 2011

Mein Freund bekommt einen großen Zapfenstreich

Heute mal was persönliches!

Es gibt Leute, von denen man nicht viel öffentliches Getöse hört, die aber unglaublich viel leisten. Zu dieser Kategorie gehört mein Freund und Klassenkamerad Wolf-Dieter Löser, den die Bundeswehr heute, am 31.8.2011 mit einem großen Zapfenstreich verabschiedet. Mehr über ihn, seine Laufbahn und seine zahlreichen Orden auf Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf-Dieter_Löser

Lösers Vater, ebenfalls ein General der Bundeswehr, war schwerverwundet in der letzten Maschine aus Stalingrad ausgeflogen worden.
Löser und ich fingen im Oktober 1969 gleichzeitig bei der Bundeswehr als Offiziersanwärter an. Ich brachte es zum Gefreiten, er zum Generalleutnant.
So sind wir beide über 40 Jahre getrennte Wege gegangen, und heute abend sehen wir uns wieder.

Dienstag, 30. August 2011

Philipp Lahm und seine Buchpromotion

Ich werde das Buch "Der feine Unterschied" vom Kapitän unserer Fußball-Nationalmannschaft sicher nicht lesen. Nicht nur, weil ich nicht wissen will, "wie man heute Spitzenfußballer wird", auch nicht, weil ich es NICHT aufregend finde, dass Rudi Völler keine Spielsystematik hat und auch nicht, weil mich die Biografie eines 27jährigen nicht interessiert, zumal diejenigen, die es schon gelesen haben, von quälender Langeweile berichten. Und auch nicht, weil ich vermute, dass Philipp Lahm sich eines Ghostwriters bedient hat (dabei bin ich bin begeisterter Sportschau-Fan ).

Ich will einfach nicht mitspielen, bei diesem künstlichen Getöse, das die PR-Leute des Kunstmann-Verlages  ausgelöst haben, um aus einem Langweiler einen Bestseller zu machen. Das Rezept ist einfach und mich stört, dass sämtliche Medien das Spiel mitspielen: Man nehme ein paar kritische Absätze über Rudi Völler, frage Rudi Völler und ein paar andere Fußballgrößen, was sie dazu sagen.  Die schimpfen dann auf Lahm, ohne das Buch gelesen zu haben. Worauf Philipp Lahm sagt, man solle das Buch erst einmal lesen. Philipp Lahm darf dann weiterhin Mannschaftskapitän bleiben und das Buch steht ab nächsten Montag auf der Spiegel-Bestseller-Liste.

Da 60 Prozent aller Bücher verschenkt werden, geht es ohnehin nur darum, das Buch als Geschenk zu pushen, was mit der Aufnahme in die Spiegel-Bestsellerliste garantiert ist. Gelesen werden muss es dann nur von den Beschenkten...

Montag, 29. August 2011

Klimawandel als strategische Aufgabe der Unternehmen

von Prof. Torsten Henzelmann, 
Partner bei Roland Berger
BrunoMedia Buchverlag
aus der Reihe re:think CEO 

Jetzt als Ebook für Ihr Ipad verfügbar! Und so geht es:

1.) Den kostenlosen App von Kindle aufs Ipad laden
2.) Bei Amazon die Ebook-Version hier bestellen
3.) Das Buch wird dann automatisch aufs Ipad geladen

Wie Unternehmen durch "Sustainable Business" im Klimawandel strategisch richtig handeln, zeigt dieses mit einer Fülle erstaunlicher Fakten gefüllte Buch aus der Praxis. Ein Buch, das jeder Manager gelesen haben muss.  "Der globale CO2-Ausstoß darf bis 2050 das Maximum von 750 Milliarden Tonnen nicht überschreiten. Andernfalls drohen dem Ökosystem Erde unkalkulierbare Risiken", sagt Torsten Henzelmann. "Das Zeitfenster, um das Worst-Case-Szenario eines Temperaturanstiegs jenseits der Zwei-Grad-Leitplanke abzuwenden, steht nicht mehr lange offen. Je später der Einstieg in eine deutliche Emissionsminderung beginnt, desto schwieriger wird es, die nötigen Ziele zu erreichen."
Sustainable Business ist nicht etwa das "grüne Sahnehäubchen" für die Imagepflege, sondern Kernstück nachhaltiger Unternehmensführung. Green Transformation muss Chefsache sein!

Der Autor, Prof. Dr. Torsten Henzelmann, ist Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. Der promovierte Wirtschaftsingenieur berät international führende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen.
Ralf-Dieter Brunowsky

Sonntag, 28. August 2011

Das Dilemma der Geldanleger

Geldanleger haben es schwer in diesen Zeiten. Wer dem Bund für zehn Jahre Geld leiht, kommt derzeit auf eine Rendite von etwas mehr als zwei Prozent - vor Steuern. Bei Aktien haben sich viele die Finger verbrannt und sind vorsichtig geworden - obwohl die Dividendenrenditen großer Firmen oft höher sind als Anleiherenditen. Viele vergessen, dass solide Aktien Sachwerte  und damit durchaus langfristig interessant sind. Die meisten überschätzen allerdings ihre Kenntnisse, wie Thomas Grüner in seinem Buch "die acht größten Fallen für Geldanleger" bemerkt. Auf Spekulationen und die schnelle Mark mit einzelnen Aktien sollten sich Anleger ohnehin nicht einlassen. Gold stößt langsam an die Decke, die Kurse könnten abstürzen und Zinsen gibt es auf Gold auch nicht.  Zertifikate - auch hier gibt es keine Garantien für den Werterhalt einer Anlage. Immobilie? Auch nicht immer richtig. Wer Immobilien überteuert kauft, vernichtet ebenfalls Vermögen. Und Bargeld? Naja, die folgende Tabelle zeigt, wie viel Kaufkraft ein Geldanleger verliert, wenn er die 100 000 Euro unters Kopfkissen legt:


Bei einer
Inflationsrate von…
...verlieren Sie
 in 15 Jahren
von  100.000 € :
1 Prozent
-13.793,10 €
2 Prozent
-25.373,13 €
3 Prozent
-35.483,87 €
4 Prozent
-44.444,44 €
5 Prozent
-51.690,82 €


Man kann sich vorstellen, was die Besitzer großer Vermögen bewegt. Wer viel Geld hat, kann zwar auch leichter Geld verlieren, aber wer möchte das schon?
Geldanlagen sind leichter, wenn man die Liquidität nicht kurz- oder mittelfristig braucht. 

Private-Equity Investments, wie sie etwa die zur Harald Quandt Familie gehörende Auda ihren vermögenden Investoren anbietet (insbesondere institutionellen Investoren), bringen von allen langfristigen Geldanlagen mit die besten Renditen. Investoren geben hier Zusagen in Millionenhöhe, Auda sucht sich die besten private Equity-Fondsmanager weltweit (in letzter Zeit verstärkt in China), die das Geld abrufen können, sobald sie interessante Übernahmekandidaten unter gefunden haben. Irgendwann werden diese Unternehmen wieder verkauft und dann machen die Anleger Kasse. Die durchschnittlichen p.a.-Renditen lagen in den letzten 20 Jahre bei über 7-8 Prozent.
Versicherungen haben die größten Probleme. Sie dürfen das Geld ihrer Beitragszahler nur zu maximal 35 Prozent anders anlegen, als in Staatsanleihen. Ab 2013 müssen sie ihre Immobilienkäufe zu 25% mit Eigenkapital unterlegen. 
Immerhin: Es gibt ja auch eine gute Seite der Niedrigzinsen: Nie war Geld so billig wie heute.




Samstag, 27. August 2011

Deutschland - ein unberechenbares Land in Europa


Die Diskussion um den Euro und die dramatische Schuldenkrise europäischer Länder lässt uns leicht vergessen, dass Europa keine Finanzgemeinschaft, sondern eine politische Schicksalsgemeinschaft ist, deren Hauptziel die Sicherung von Frieden und Freiheit ist. Es kann nicht nur ums Geld gehen. Und schon gar nicht darf es dazu kommen, dass die Finanzen die Politik dominieren. "Die Finanzmärkte treiben die Politik vor sich her", titelte kürzlich die FAZ.  

Sollte der europäische Gedanke dem Finanzegoismus der beteiligten Länder zum Opfer fallen, wäre das fatal. Das gilt sowohl für die Länder, die auf Kosten anderer über ihre Verhältnisse leben, als auch für Länder wie Deutschland und Frankreich, die ihre Finanzkraft als Druckmittel einsetzen und andere Länder ihre Unterlegenheit allzu deutlich spüren lassen. Helmut Kohl: "Deutschland ist schon seit einigen Jahren keine berechenbare Größe mehr – weder nach innen noch nach außen."

Kern des Problems ist Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Des Ex-Kanzlers  warnende Stimme kommt im richtigen Moment: „Die transatlantischen Beziehungen, das geeinte Europa, das Miteinander gerade auch mit den kleineren Partnern auf Augenhöhe, die deutsch-französische Freundschaft, die Beziehungen zu unseren Nachbarn im Osten, vor allem zu Polen, unser Verhältnis zu Israel, die Verantwortung für die Welt als Ganzes – das sind elementare Grundpfeiler, mit denen wir immer fest verankert waren und die für mich nach wie vor Gültigkeit haben – wenn auch, den Veränderungen angepasst, natürlich heute mit anderen Nuancen. Wenn wir diese feste Verankerung verlassen, treiben wir – im übertragenen Sinne – ohne Kompass und Anker im Weltmeer, laufen also Gefahr, beliebig und unberechenbar zu werden. Die Folgen wären katastrophal: Die Vertrauensbasis wäre verloren, Unsicherheiten breiteten sich aus, am Ende wäre Deutschland isoliert – das kann niemand wirklich wollen… die wesentlichen Fehlentscheidungen für die krisenhafte Entwicklung in Europa - also der Bruch des Euro-Stabilitätspaktes und die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone - sind von Rot-Grün zu verantworten". 

Angela Merkel - laut Forbes jetzt die "einflussreichste Frau der Welt" – hat die Unberechenbarkeit Deutschlands, die mit dem Schröders Antiamerikanismus und dem Bruch des Stabilitätspaktes unter Rot-Grün begann,  weiter verschärft. Deutschlands Bundeskanzlerin  hält sich nicht an Verträge und Versprechen.

Schon zu Beginn ihrer Regierungszeit brach sie ihr größtes Wahlversprechen, die Vereinfachung und Senkung von Steuern. Dem Wirtschaftsflügel der CDU stutzte sie die Flügel. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht kippte sie einen Pfeiler der konservativen Programmatik. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie ignorierte sie  bestehende Verträge - während Frankreich hofft, uns künftig mehr Atomstrom verkaufen zu können. In der Finanzkrise hat es die einflussreichste Frau der Welt  seit 2008 nicht geschafft Konsens in Europa herzustellen. Mit der  fatalen Enthaltung zum Nato-Einsatz in Libyen, hat sich die Bundesregierung außenpolitisch unwichtig gemacht. In Afghanistan verteidigt die Bundeswehr nicht mehr die Afghanen, sondern nur noch sich selbst. Die Einsätze der Bundesmarine gegen Piraten, auf die nicht geschossen werden darf, sind ein teurer Witz. Deutschland ist kein treuer Verbündeter mehr, sondern ein zahlungskräftiger, opportunistischer Wirtschaftsriese, dem das Hemd stets näher ist als der Rock.

Deutschland müsste stattdessen einen neuen politischen Anspruch für Europa wagen und vorantreiben. Selbstverständlich muss es dabei auch seine eigenen Interessen einbringen. Die Vielfalt der Kulturen und die Interessenvielfalt brauchen ihren Freiraum, aber außenpolitisch und sicherheitspolitisch muss Europa mit einer Stimme sprechen. Eine gemeinsame Wirtschaftsregierung, wie jetzt beschlossen, wird nichts bringen, denn die Wirtschaftsminister haben schon im eigenen Land Null Einfluss.

Wichtiger wäre nach Aufnahme vieler kleiner Länder eine neue Vision, die über den Euro hinaus geht, Verträge weiter entwickelt und allen Teilnehmern die Sinnhaftigkeit eines gemeinsamen Europas über den monetären Ansatz hinaus bewusst macht.  Es sind die gemeinsamen Werte, die es zu unterstreichen und zu verteidigen gilt wie Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Sicherheit , soziale Absicherung, Arbeit und verstärkt auch Nachhaltigkeit. Gerade jetzt, wo die arabischen Länder am Scheideweg zu Demokratie oder Islamismus stehen.




Freitag, 26. August 2011

Goldgedeckter Anteil der Staatsschulden

Einige haben es gemerkt: In meiner ersten Tabelle über die Goldreserven hatte sich ein  dicker Rechenfehler eingeschlichen - ich bitte um Entschuldigung.
Hier sind jetzt die richtigen Zahlen. Sie zeigen, dass nur ein kleiner Teil der Staatsschulden durch Goldreserven gedeckt ist - bei allen genannten Ländern.


Land
Goldreserven
in Tonnen
Wert in Mrd
Euro
Staatsschulden
in Mrd. Euro
Goldgedeckter
Anteil
Belgien
228
7,9
353,30
2,24%
Deutschland
3401
118,3
2.138,10
5,53%
EZB
502
17,5
8.304,00
0,21%
Finnland
49
1,7
91,60
1,86%
Frankreich
2435
84,7
1.703,20
4,97%
Griechenland
111
3,9
344,80
1,13%
Italien
2452
85,3
1.910,50
4,46%
Niederlande
613
21,3
392,00
5,43%
Österreich
280
9,7
219,30
4,42%
Portugal
383
13,3
169,10
7,87%
Schweiz
282
9,8
739,40
1,33%
Spanien
282
9,8
739,40
1,33%
USA
8134
383,9
10.375,50
3,70%

Quelle. Welt online und eigene Berechnungen.Stand Juni 2011

Die Giganten und die Zwerge im Online-Markt der Medien

Aufgrund von Rückfragen hier nochmal die Gesamtzahl von Visits ausgewählter Portale im Juli 2011 laut IVW Online: Ganz traurig die Auftritte der großen Gruner-und Jahr Wirtschaftsmagazine Capital, Impulse und Börse Online

Visits Juli 2011
insgesamt
T-Online Newsportal
411.696.266
BILD
167.139.583
Spiegel
136.751.370
Pro7
112.094.564
Chip Online
62.985.811
RTL
62.244.284
Computerbild
39.585.489
Welt Online
34.215.304
Süddeutsche Zeitung
32.663.349
Focus Online
32.526.744
n-tv
29.998.073
FAZ.net
23.214.521
Stern
22.254.453
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11.319.335
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10.949.368
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10.057.130
Hamburger Abendblatt
9.816.621
FTD
9.643.552
Der Westen
9.547.420
Geld
8.801.370
Manager Magazin
8.025.387
Tagesspiegel
5.098.061
Kölner Stadtanzeiger
4.381.480
Wallstreet Online
4.362.221
taz
4.325.254
Finanztreff.de
3.475.918
Frankfurter Rundschau
3.381.082
Wirtschaftswoche
1.781.272
Börse Online
1.325.896
Industrystock
867.886
Capital
532.151
Immobilienzeitung
411.181
Impulse
298.003
VDI Nachrichten
292.682
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