Dienstag, 31. Juli 2012

Deutschland als Euro-Retter

Ein Freund erzählte mir heute seinen Ärger über die Medienschlagzeile: "Merkel isoliert!". Seine Meinung: Wenn dich neun Räuber umgeben und dein Geld wollen und du sagst nein: Dann bist du isoliert.
Ich musste wirklich lachen über diese einfache, aber richtige Beschreibung.
Die Euro-Berichterstattung wird dominiert von den Brüsseler Korrespondenten der deutschen Medien. Sie sind eng verbunden mit der EU-Kommisssion und ihren Kommissaren. Jahrelang waren sie die ungeliebten Kinder in den Redaktionen und jetzt kommen sie groß raus. Sie transportieren "Merkel isoliert" - und nehmen nicht wahr, wie die Stimmung in Deutschland wirklich ist.

Samstag, 28. Juli 2012

Brunowsky´s Business Monitor: BrunoMedia: Top-Beratung in Kommunikationsfragen

 Die Agentur BrunoMedia GmbH mit Büros in Köln und Mainz hat sich auf die Kommunikation mit der Wirtschafts-und Finanzpresse spezialisiert. ...

Freitag, 27. Juli 2012

Mutig gesagt


Aus dem Kress-Report von heute:

WAZ-Ressortleiter David Schraffen, Leiter des Rechercheteams der WAZ-Mediengruppe, hat sich im Gespräch mit "DRadio Wissen Redaktionskonferenz" sehr freimütig über die Situation seines Brötchengebers und die Bedingungen der eigenen Arbeit geäußert: Die Redaktionen stünden wegen der sinkenden Auflagen und der mehrheitlichen Übernahme der Gruppe durch Petra Grotkamp unter einem "erbärmlichen Druck": "Es muss nennenswert Geld verdient werden."

Samstag, 21. Juli 2012

Die Verlage und ihr Online-Dilemma

Bei Gruner + Jahr mussten jetzt die Online-Geschäftsführer der Gruner + Jahr -Verlagsgruppen Stern, Eltern, Life ,Brigitte , Gala und Wirtschaftsmedien mit FTD , Capital, Börse Online und Impulse ihren Hut nehmen. Man darf vermuten, wegen Erfolglosigkeit.
Auch wenn andere Verlage inzwischen bedeutende Umsätze vermelden:Es gibt ein strukturelles Problem. Weiter unten eine Auswahl der Visits von Verlagen laut IVW.
Das Problem ist: Lösen sich die Verlage von dem Prinzip, rein journalistische Portale zu halten oder nicht?  Und soll ein Verlag zum schnöden Händler degenerieren?
Verlage wie Burda und Axel Springer haben sich längst von Zweifeln befreit: Holidaycheck, Immowelt, Mobile.de Automarkt sind Beispiele für hohe Zugriffszahlen und damit signifikante Umsätze. Gruner+Jahr hat es bislang abgelehnt in solche Geschäfte einzusteigen und diesen Markt zu erschließen. Nicht einmal die bestehenden Portale erhalten das Investitionsgeld, das sie brauchen. Vorstand Bernd Buchholz hat entweder nicht begriffen, dass man richtig Geld in die Hand nehmen muss, wenn man im Online-Bereich Geld verdienen will oder der neue Bertelsmann-Chef Rabe lässt solche Investitionen nicht zu, weil er selbst aktiv werden will. Ich halte eher letzteres für wahrscheinlich. Die Überlegungen von Gruner+Jahr, die Fachinformationen auszubauen, kollidierten jedenfalls mit den Überlegungen bei Bertelsmann. Schon bitter, dass einer der größten und renommiertesten Verlage in Deutschland gerade mal zwei Medien (siehe gelb markiert) in der Bestenliste  unterbringen kann.

Portal/Werbegemeinschaft (Auswahl)               Visits im Juni 2012 (ab 10 Mio Visits)

T-Online Contentangebot 381.209.738
Bild.de 217.592.285
Vermarktungsgemeinschaft: TOMORROW FOCUS Media GmbH 195.455.027
yahoo 170.138.599
SPIEGEL ONLINE 168.580.373
Netzwerk: RTL Netzwerk 157.212.375
gutefrage.net 72.189.969
mobile.de Der Automarkt 63.153.260
ProSieben Online 62.476.641
RTL.de 58.762.725
CHIP Online 53.920.773
wer-kennt-wen.de 48.491.989
AOL 47.192.834
WELT ONLINE 43.873.450
FOCUS ONLINE 43.450.690
VZ Netzwerke 39.690.491
Süddeutsche.de 38.587.931
COMPUTERBILD.de 38.258.948
kicker online 36.260.126
n-tv.de 29.901.767
Chefkoch.de 29.759.634
FAZ.NET 24.472.077
ZEIT ONLINE 24.464.852
XING 23.705.622
heise online 23.529.913
yasni.de 23.488.790
stern.de 21.730.670
holidaycheck 19.828.674
meinestadt.de 19.610.152
Handelsblatt.com 16.063.792
finanzen.net - Das Finanzportal 15.766.351
TV SPIELFILM Online 13.311.831
Quoka.de - Der Kleinanzeigenmarkt 13.252.772
Express Online 12.893.320
Vermarktungsgemeinschaft: Bauer Media KG / Online 12.465.458
Netzwerk: WAZ Mediengruppe 11.938.485
Hamburger Abendblatt Online 11.752.077
Netzwerk: Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG 11.229.999
rp-online 11.178.640
RTL 2 11.098.030
Financial Times Deutschland 10.682.003
DerWesten 10.439.049




Donnerstag, 19. Juli 2012

Baltischer Humor - eine Kostprobe



Mein kürzlich verstorbener, in Dorpat/Estland geborener Vater liebte den deutsch-baltischen schwarzen Humor. Seine gesammelten Anekdoten habe ich auf der Seite www.baltenwitze.de für die Nachwelt erhalten. Kostprobe:

Der Baron ist schwer erkrankt. Er lässt anspannen und seinen Hausarzt, den Doktor Glasenapp holen.

Man trinkt zu Begrüßung ein Schnäpschen und kommt dann langsam auf die Krankheit zu sprechen.
„Weißt du, Lieberchen, es jeht mir ja so schlecht, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden. Soll ich mich wirklich in meinem Alter noch operieren lassen oder einfach sterben?“
„Na ja, mit ein wenig Glück kannst Du ja auch beides haben!“

Schade, dass dieser Dialekt und sein unbeschreiblicher Witz ausstirbt!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Achtung Jamba-Falle!

Heute fand ich zu meiner Überraschung in der Telefonabrechnung den obigen Eintrag. Mit Google fand ich heraus, dass es sich bei Jesta Digital um ein Dating-Portal der Jamba-Gruppe (die Erfinder der Klingeltöne...) handelt. Dating? Das wüsste ich. Und mein Iphone benutzt sonst auch niemand. Es handelt sich bei dieser Firma um eine ganz üble Abzocke. Ein Anruf bei meinem Telefonprovider ergab folgendes: Solche angeblichen Handy-Downloads, wie sie oben angegeben werden, werden leicht ausgelöst, wenn Werbung auf dem Smartphone aufpoppt und man sie wegklicken will.


Wie kann man so ein Abo stoppen? An die Nummer 33333 folgende SMS senden: "Alle stoppen". Das funktioniert, denn bei mir kam die Antwort: 

"WARNUNG" Abo gekündigt. Sende WEITER an 33333 und hole es dir zu den alten Konditionen zurück"
Es soll übrigens Apps geben, die solche Popups blocken.

Noch ein Hinweis. Man kann bei seinem Telefon-Provider solche Fremdanbieter für die Zukunft ausschließen. In der erweiterten Form auch mit 900er Nummern, was ich empfehle.
Nun bin ich mal gespannt, ob Jesta mir die 24,95 Euro erstattet.



Dienstag, 17. Juli 2012

Quo vadis, Aktien?

Mein Mandant Thomas Grüner, Gründer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments und deutscher Partner des amerikanischen Milliardärs Ken Fisher  hat jetzt seine aktualisierte Jahresprognose für 2012 erstellt. Seiner Meinung nach wird das Jahr 2012 am Ende als sehr positives Jahr für Aktien in Erinnerung bleiben:
"Aktien sind heute stärker unterbewertet als sie 2000 überbewertet waren." 
Ein starke Aussage.

Grüner ist schon seit längerem positiv für Aktien und hält nichts von den permanenten Panik-Attacken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise.
Die Prognose können Anleger nach Registrierung auf seiner Website www.gruener-fisher.de bestellen. Journalisten können Sie über mich als PDF direkt bekommen: Schreiben Sie an brunowsky@brunomedia.de. Gerne vermittle ich auch den Kontakt zu Thomas Grüner.

Montag, 16. Juli 2012

Besser als XING - LinkedIn

Lange habe ich meinen LinkedIn-Account brach liegen lassen. Mit 150 Millionen Nutzern ist LinkedIn die größte Netzwerk Plattform der Welt und gehört inzwischen zu den 500 meistbesuchten Websites der Welt. Nun habe ich mir mal etwas genauer angesehen, wer sich dort alles registriert hat und stelle fest: Weit interessanter und besser gemacht als XING. Alles viel übersichtlicher, kundenfreundlicher, einfacher, zugleich aber beeindruckend  in der Qualität der Teilnehmer. Allein die praktisch unendliche Vorschlagsliste von LinkedIn - überrascht mit der Kompetenz der Personen. Zudem ist das ganze internationaler. Das zeigt mir zwar, dass ich bei LinkedIn ein Spätstarter bin. Aber eins scheint mir sicher: Wenn Xing sich nicht gewaltig anstrengt, wird LinkedIn es hinwegfegen. Oder vielleicht kaufen.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Eindrücke aus Danzig

Die vergangenen drei Tage habe ich über die Schönheit des  Stadtkerns von  Danzig gestaunt. Danzig liegt etwa 500 km östlich von Berlin. Nach Königsberg sind es etwa ca. 170 km. Direktflug von Frankfurt mit LOT (180 €) zu einem hochmodernen kleinen Flughafen - ca. 30 Taximinuten von Danzig entfernt, Taxikosten rund 70 Zloty - ca. 18 Euro.  Vorsicht beim Geldwechsel: Die überall präsente Firma Kantor  zockt Touristen mit 20 Prozent Gebühr ab.  
Besser ist es, einen der Geldautomaten zu benutzen oder schon in Deutschland zu wechseln. Ansonsten kann man in allen Restaurants, Hotels und vielen Läden mit Kreditkarte zahlen. 
Übernachtet haben wir im neu eröffneten, ruhig gelegenen  4-Sterne Hotel Fahrenheit, nur etwa 300 Meter von der Altstadt entfernt, schönes Doppelzimmer  mit abstellbarer Klimaanlage ca. 150 Euro pro Nacht. Gegenüber direkt am Wasser steht des Hilton, wo wir von der Terrasse aus jeden Nachmittag den schönen Blick auf die Hafenanlagen genossen haben. Über die Uferpromenade an der Mottlau, die sich kurz vor der Mündung in die Ostsee mit der Weichsel vereint, gelangt man durch das Haupttor zur Langgasse - dem großen, langgestreckten Marktplatz zwischen zwei Stadttoren mit dem beeindruckenden Rathaus. Diese Altstadt mit den historisch renovierten Häusern ist eine Augenweide - egal in welchem der vielen Cafes und Restaurants man sitzt. Die Preise sind überall viel günstiger als in Deutschland. Auch Mietwagen kann man - laut Werbeplakaten -  bereits ab 35 Euro pro Tag am Flughafen mieten.
Ein opulentes Mittagessen inkl. Wein für zwei Personen kostet umgerechnet selten mehr als 30 Euro . Die polnische Küche könnte sich insbesondere bei Fischgerichten noch stark verbessern - das meiste wird frittiert angeboten, schade, denn Fisch gibt es hier reichlich. Was wir ausprobiert haben, hat uns nicht recht  geschmeckt, es war meist zu fettig.
Promenieren an der Mottlau
Die Langgasse mit dem Rathausturm

















Wir haben deshalb vorzugsweise bei einem Inder, bei einem Mexikaner und bei einem Italiener gegessen. Das beste Restaurant mit polnischer Küche ist wohl "Gdansk" - hier fanden wir keinen Platz. Reservierung ist empfehlenswert.
Der 90-minütige Standardausflug mit einem Schiff zur Westernplatte, hat uns enttäuscht. Man sieht am Ufer nichts weiter als endlose, veraltete Hafenanlagen und Werften. Von einst 17 000 Mitarbeitern arbeiten heute nur noch 3000 in der berühmten früheren Lenin-Werft, wo Lech Walesa die Streiks gegen das kommunistische Regime anführte.
Nicht zuletzt: Die Polen sind überaus freundlich und herzliche Gastgeber. Die meisten sprechen mehr oder weniger gut englisch. Wir haben uns bei unseren Nachbarn sehr wohl gefühlt.

Montag, 2. Juli 2012

Die Hymne war´s - oder vielleicht doch nicht?

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Also erspar ich mir, zu wiederholen, was ich schon während des Abmurmelns der Hymne durch die deutsche Internationalmannschaft gedacht habe: So kann man nicht gewinnen.
Nun, den Italienern hat das gegen Spanien nichts genützt, obwohl die Spanier überhaupt nicht gesungen haben, weil Ihre Hymne keinen Text hat. Also was war jetzt wirklich das Problem? 
Ich erinnere mich an die wichtigste Regel im amerikanischen Bestseller "How to become a millionaire". Die lautet: Erstmal muss man Millionär werden wollen. Wer nicht Millionär werden will, wird mit Sicherheit nicht reich. 
Und so ist es mit dem Siegen. Wer siegen soll, muss unbedingt siegen wollen. Das geht natürlich nur mit entsprechendem Können einher. Wir hatten die besten Fußballspieler, aber im Italienspiel zuviele Angsthasen. Die siegen sollten, aber nicht siegen wollten.