Donnerstag, 30. August 2012

Mein Interview mit "Werben & Verkaufen"

Heute habe ich einige Fragen von Dr. Frank Zimmer zu Gruner + Jahr beantwortet.
Zum Nachlesen:
www.wuv.de/nachrichten/medien/brunowsky_ueber_gruner_jahr_das_ist_die_welt_von_gestern



Dramatik bei Gruner + Jahr

Bernd Buchholz ist als Vorstand von Bertelsmann zurück getreten.  Und aus Bertelsmann-Kreisen verlautet, dass er auch als Vorstandsvorsitzender bald zurücktreten wird - trotz eines bis 2016 laufenden Vertrages - welch dramatische Entwicklung.
Ich sprach gestern mit dem Herausgeber des Platowbriefes Schirmacher auf seinem Forum "Family Offices". Schirmacher war zu meinen Capital-Zeiten mit dem Platowbrief  früher bei Bertelsmann. Er meinte: "Wo stand Gruner + Jahr zu Zeiten Gert Schulte-Hillens mit seinem damaligen Assistenten Matthias Döpfner und wo stand Axel Springer damals? Und wo steht Axel Springer mit seinem Vorstandsvorsitzenden Matthias Döpfner heute im Vergleich zu Gruner + Jahr?" Wohl wahr.
Die gute Nachricht ist: Gruner + Jahr ist sanierungsfähig. Wachstum im Ausland, Geschäftsideen rund um die Marken, massive digitale Investitionen können das Unternehmen wieder nach vorne bringen - aber nur, wenn Bertelsmann bereit ist, dem Nachfolger von Bernd Buchholz die notwendigen Investitionsmittel für einen Neuanfang zu geben. Im Fokus des Bertelsmann-Konzerns wird G+J aber  langfristig nicht mehr stehen. Wenn die Jahr-Familie  ihre Anteile gegen Bertelsmann-Anteile getauscht hat, dürfte der Verkauf an Finanzinvestoren anstehen. Die Einnahmen daraus wird Bertelsmann dort investieren, wo wirklich noch Wachstum in Aussicht steht - rund um die  internationale Vermarktung der Fernsehsender.




Donnerstag, 23. August 2012

Warum Bertelsmann Gruner + Jahr übernehmen will

Die Nachricht des Tages in der Medienwelt kommt vom Manager Magazin. Bertelsmann will wohl die Anteile der Jahr-Familie übernehmen und gegen Anteile an Bertelsmann tauschen. Der Jahr-Clan mit zwanzig Gesellschaftern will angeblich 5% von Bertelsmann bei diesem Tausch. Gutachten sollen Jahr mit 4 Prozent bewertet haben. Das Manager-Magazin schreibt:

"Ermittelten Wirtschaftsprüfer 2007 noch einen Wert von 3,5 Milliarden Euro, so sei dieser bereits auf 2,5 Milliarden gesunken. Jedes Jahr, heißt es beim manager magazin unter Berufung auf interne Berechnungen der Konzernmutter, gehe der Wert des Medienhauses um weitere 200 Millionen zurück."

Genau, wie ich vermutet habe. Denn Gruner+Jahr leidet nicht nur unter den Marktbedingungen. Aus meiner Sicht ist das Management des derzeitigen G+J - Vorstandes geradezu verheerend.
  • Es fehlt der Journalist an der Spitze des Verlages. Buchholz ist leider eine Fehlbesetzung. Ein FDP-Politiker wie er zieht keine Top-Leute ins Haus.
  • das Flaggschiff Stern hat mit den Chefredakteuren Osterkorn und Pätzold jede Spannung verloren. Wer redet noch über  Stern-Geschichten? Das Doppelpack an der Spitze verhindert jedes persönliche Profil. Da haben es sich zwei Journalisten mit Höchstgehältern bequem gemacht. Der Stern braucht einen neuen Chefredakteur mit Charisma. Kategorie Giovanni di Lorenzo.
  • Das Verschlafen der Onlineentwicklung ist ein unverzeihlicher Fehler. Hierzu habe ich schon alles gesagt.
  • Wieder wird ein neues Magazin-Projekt eingestellt. Der Vorstand hat das Gefühl für den Markt verloren. Er wirkt hilflos.
  • Die Wirtschaftspresse ist ohne Perspektive, trotz der guten Arbeit von Ingrid Haas. Es fehlt die Identität der Titel, und es fehlt an digititaler Ergänzung. Gute Journalisten gibt es zuhauf. Aber der ganze Anzeigenbereich liegt im Argen. 
Es gibt nur einen vernünftigen Grund, warum Bertelsmann alle Anteile bei Gruner + Jahr erwerben will: Es geht darum, Gruner+Jahr oder Teile davon zu verkaufen.Und das halte ich für strategisch absolut nachvollziehbar. Dieses Geschäft kann ich nur empfehlen.
Man könnte die Wirtschaftspresse an Holtzbrinck oder Springer verkaufen. Die FTD könnte redaktionell eigenständig bleiben, aber gemeinsam mit dem Handelsblatt vermarktet werden.
Andere Titel wie Stern, Brigitte und GEO kämen unter die Kuratel des erfolgreichen Bertelsmann-Unterhaltungsbereiches für eine Multichannel-Strategie.

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Mittwoch, 22. August 2012

Wenn schon so viele Chinesen mitlesen...

... dann sollte ich einmal meine unmaßgebliche Meinung zu China äußern.

Ende der neunziger Jahre war ich auf Einladung von Tetra-Pak (deren Milliarden-Erbe Rausing in London 3 Monate mit seiner toten Frau in einer Wohnung lebte, genau )  in Peking, wo noch Fahrräder den Verkehr dominiert haben. In Shanghai  beeindruckten mich Bambus-Konstruktionen im Gerüstbau bei Hochhäusern mit über 5o Stockwerken. Der 70-prozentige Schnaps im Jazzclub des Peace-Hotels war unvergesslich. In Peking aßen wir im Original Peking-Enten-Restaurant. Dort hingen über einem offenen Feuer etwa 50 mit Wasser gefüllte Enten, von denen unsere Reisegruppe dann mehrere verspeiste. Sie wurden uns von Spezialköchen je Ente in Hunderte kleiner Teile zerschnippelt . Motto: Jedes Stück muss etwas knusprige Haut, etwas Fett und etwas Fleisch haben. Ein Genuss. Ich bitte zu entschuldigen, dass mir bei meinen Reisen immer als erstes das Essen einfällt...

Und ich muss gleich anmerken, das ich zuwenig weiß, was in diesem Land vor sich geht.

Nun sind einige Jahre vergangen. Heute  geht es unserer Autoindustrie nur deshalb gut, weil wir soviel nach China exportieren. Bei der Olympiade haben die Chinesen knapp hinter den USA die meisten Goldmedaillen gewonnen. Unter 1,3 Milliarden Menschen sollten sich ja auch ein paar finden lassen... In den USA wiederum sind die besten Absolventen an den Ivy-Universitäten die  Chinesen. Ich frage mich: Was ist das für ein Volk?
Die Chinesen mochten uns Deutsche immer ganz gern, obwohl wir mit ihrem Erzfeind Japan in der Nazizeit verbündet waren. Im letzten Jahr besuchten immerhin 340 000 Chinesen Deutschland, ein Zuwachs von 31 Prozent gegenüber Vorjahr. Letztes Jahr haben wir Güter für über 80 Milliarden Euro aus China importiert und für knapp 70 Milliarden dorthin exportiert, davon ein Viertel Maschinen. Mit denen werden dann die Produkte gebaut, die uns in Europa das Leben schwer machen, ganz besonders der Solarindustrie.

Die Kopiermentalität hat sich für dieses riesige Land inzwischen ausgezahlt: Chinesen können Raumstationen und Atombomben  bauen, Autos und Solarfabriken. Es gibt nichts, was sie  nicht können, wenn sie nur wollen. In Peking gibt es eine Elite-Universität, die die allerbesten aus 1,3 Milliarden Bevölkerung  herausfiltert.

Nur der einzelne Mensch zählt anscheinend nichts. Die chinesische Führung interessiert sich nicht für Menschenrechte. Verbrecher werden in Stadien öffentlich hingerichtet - was für ein Gegensatz zur Fähigkeit, Raketen zu bauen! In Bergwerken herrschen unmenschliche Bedingungen, immer wieder stürzen Gruben ein. Hunderttausende protestieren inzwischen gegen Umweltsünden der korrupten Bezirksregierungen. Tibet und Nepal leiden unter dem Knüppel der Besatzer. Kritiker des Systems werden knallhart bekämpft. Und offensichtlich blüht die Korruption wie jüngste Nachrichten zeigen.
Die deutsche Wirtschaft redet nicht gerne darüber. Und auch die Politik hält sich vornehm zurück. Für uns und die Amerikaner  ist die Stabilität des Landes wichtiger, als die Einhaltung von demokratischen Prinzipien. Und dennoch: Auf Dauer wird sich China dem nicht entziehen können. Je reicher ein Land wird, desto mehr werden Bürgerfreiheiten verlangt. Je erfolgreicher die Wirtschaftspolitik der Parteiführung, desto mehr Freiheiten wird es geben müssen.  Aber nur, wenn wir bei allem wirtschaftlichen Interesse nicht vergessen, dies anzumahnen. Wer wie China Waren für über 1800 Milliarden Euro exportiert, ist auch abhängig vom Export. Ich hoffe. liebe chinesische Leser, Ihr habt das gelesen.  Würde mich echt freuen!




Na endlich, Gruner+Jahr!

Vor einigen Wochen hatte ich Gruner + Jahr für seinen Online- Rückstand kritisiert.
Heute berichtet der Kress report:
"Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr gründet zum 1. September die Gruner + Jahr Digital GmbH. Die neue Einheit soll zusammen mit den G+J-Verlagsgruppen markenübergreifende digitale Medienformate sowie Site- und Mobile-Features entwickeln. Außerdem verantwortet die G+J Digital GmbH die Entwicklung der Web-Technologien und digitaler Geschäftsmodelle für die Marken-Sites des Verlags." 
Lesen Sie hier mehr!!
Nun bin ich gespannt, ob sich G+J weiter streng auf journalistische Portale beschränken will oder nicht. 

Montag, 20. August 2012

Die Translate-Funktion hier ist gar nicht schlecht!

Heute ist mir klar geworden, warum dieser Blog soviel Leser in den USA und China hat. Die Translate-Funktion, die Sie rechts neben meinem Blog sehen, übersetzt diesen Blog in fast alle Sprachen der Welt.Hatte ich kürzlich als Gadget eingebaut. Deswegen liebe ich den Google-Blog - alles ganz einfach.  Probieren Sie´s mal aus: Sprache auswählen und dann  "Translate" anklicken. Das Ergebnis ist gar nicht so schlecht, finde ich, jedenfalls in der englischen Übersetzung. Hätte nicht gedacht, dass die automatische Übersetzung solche Fortschritte gemacht hat. Also, willkommen World in Brunowsky´s Business Monitor!

Sonntag, 19. August 2012

Wovor zittern wir eigentlich?

Peter Sloterdijk hat die Deutschen einmal als "Sorgengemeinschaft" bezeichnet. In der Tat: Nichts ist den deutschen Medien wichtiger als die Sorge. Die Eurokrise ist eine Sorgenkrise, und die Schuldenkrise natürlich erst recht. Um 120 Prozent zugenommen haben stressbezogene Krankheiten, lese ich. Rund 7 Millionen Deutsche leiden unter klinikrelevanten Angststörungen.

Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, dass die Regierenden genau wie die Ökonomen und selbst die hochkarätigsten Wirtschaftsjournalisten selber nicht wissen, was sie tun sollen, weil keiner weiß, was auf uns alle zukommt. Welches Europa wir wollen sollen, weiß auch keiner so recht. Joschka Fischer glaubt sogar, dass es schlimmer wird als 1929, und natürlich kommt nun auch wieder Erich von Däniken zu Wort, der als Maya-Kenner nicht an den Weltuntergang, aber immerhin an die Ankunft der Aliens "in den nächsten 20 Jahren" glaubt. Na, wenigstens einer, der weiß, was auf uns zukommt... Die Perseiden haben ja schon mal ersten Kometengrüße  abgeworfen.
Deutschland geht es so gut wie noch nie. Exportweltmeister, rekordniedrige Arbeitslosenzahlen, sprudelnde Steuereinnahmen, niedrige Inflation, niedrige Zinsen. Was wollen wir eigentlich mehr? Gerade das ist das Problem: Je besser es ihnen geht, desto größer sind die Ängste des deutschen Michel. Je mehr Vermögen man hat, desto mehr hat man zu verlieren.
Ich empfehle, mit britischem Angriffsgeist (siehe Olympiade) in die nächste Krise zu marschieren.  Soll sie doch kommen die Krise! Wir Deutschen fühlen uns dann endlich wieder besser.
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Freitag, 17. August 2012

Schirrmachers irrealer Tod - ein übler PR-Trick

Skandal! Skandal! Ein angeblich schwedischer Krimiautor namens Johansson lässt einen Chefredakteur sterben, der laut "Welt" Ähnlichkeiten mit dem FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher hat, weil er sich mit Themen wie Internet und alternde Gesellschaft befasst. Der Krimiautor entpuppt sich als Thomas Steinfeld,  Feuilletonchef der Süddeutschen Zeitung und angeblicher Feind Schirrmachers. Steinfeld gibt zu, gemeinsam mit einem Ko-Autor der Krimiautor zu sein, bestreitet aber, Schirrmacher abgebildet zu haben. Der  Chefredakteur der SZ, Kurt Kister, reagiert bislang nicht auf die Frage der "Welt" ob er von den Krimiaktivitäten Steinfelds und dessen angeblicher, fiktiver "Ermordung" Schirrmachers in dem Krimi gewusst habe. Wenn ja, so meint die Welt, wäre das ein Skandal. Denn 1971 habe das Bundesverfassungsgericht den Roman von Klaus Mann "Mephisto" verboten, in dem der Schauspieler Gustav Gründgens mit seinen Verstrickungen mit einem anderen Namen abgebildet wurde.
Und dann hat da noch der Verlag S.Fischer gelogen mit einer Lügen-Vita über den angeblichen schwedischen Autor.
Der Stern dazu:
"Neben den Autoren des Schwedenkrimis steht auch der Verlag S. Fischer in der Kritik. Schließlich hat er im Internet und im Buch eine eigene Vita um den angeblichen "Sturm"-Autor Per Johansson gestrickt - mit Foto und fiktivem Lebenslauf. Damit sei man zu weit gegangen, räumte das renommierte Verlagshaus ein."
Was lernen wir daraus: Man erfinde einen schwedischen Krimiautor und dessen Lebenslauf, weil Schweden-Krimis so erfolgreich laufen. Man nehme eine Romanfigur, deren Ähnlichkeit mit einer berühmten lebenden Person  groß ist, aber nicht groß genug, um diese Ähnlichkeit nicht bestreiten zu können. Man gibt einem Journalisten einen kleinen Fingerzeig - bevor das Buch überhaupt erschienen ist,  zu dieser Ähnlichkeit.
Mir scheint, das alles war ein abgekartetes Spiel.
Wetten, dass es in wenigen Wochen ein Spiegel-Bestseller ist?  Der eigentliche Skandal ist die zunehmende PR-Skandalisierung der Buchverlage.

Dienstag, 14. August 2012

Wo kommen meine Leser her?

Die Statistik aller Besuche auf dieser Seite sehen Sie ja auf meinem Blog links oben. Übrigens ohne meine eigenen Zugriffe :-). Tendenz steigend. Von 500 monatlich (September 2011) auf über 4000 im Juli 2012.
Schön ist, dass sich auch Leser aus anderen Ländern auf meinem Blog verirren - oder wollen Chinesen wirklich wissen, was ich schreibe? Man kann ja nie wissen...

Deutschland
9189
Vereinigte Staaten
1428
China
1048
Schweiz
821
Schweden
554
Russische Föderation
306
Frankreich
299
Irland
167
Vereinigtes Königreich
112
Italien
107

Montag, 13. August 2012

Schlecker am Pranger

Heute  schreibt der  Spiegel, und alle drucken es nach:

Auch die "besondere Art der Unternehmensfinanzierung" bemängeln die Staatsanwälte: Schlecker hatte außergewöhnlich lange Zahlungsfristen. Der Erlös aus bereits verkaufter, aber noch nicht bezahlter Ware diente zur Unternehmensfinanzierung, dies sei eine Art "Schneeballsystem".

Wer so etwas schreibt, hat die Wirtschaft nicht begriffen. Wahnsinn!
Lieferantenkredite sind der Kern des Wachstums.

 

Freitag, 10. August 2012

Steuer CDs - worum geht´s da eigentlich?

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjahns, früherer Regierungssprecher von Johannes Rau und späterer Stadtkämmerer in Köln kauft weiterhin mit dem Geld des Steuerzahlers gestohlene Kundendaten. Er unterhöhlt damit bewusst das Abkommen des Bundes mit der Schweiz, das 2013 in Kraft treten soll. Dieses Abkommen - das übersehen viele - war für viele vermögende Geldanleger eine saftige Steuererhöhung: Das deutsch-schweizerische Abkommen sieht eine Quellensteuer von 25 Prozent auf alle Geldanlagen in der Schweiz vor.
Über die internationale Besteuerung von Geldanlagen liest man in der deutschen Wirtschaftspresse wenig: Wer sein Geld international  (legal!) anlegt, kalkuliert heutzutage etwa 5 bis 10 Prozent an abzuführenden Steuern. Dabei geht es nicht um irgendwelche Offshore-Anlagen oder gar Geldwäsche, sondern um die ganz normale Nutzung unterschiedlicher Steuergegebenheiten bei verschiedenen Formen des Investments in der Welt. Es geht also um weißes Geld!
Eigentlich ist die Schweiz schon lange kein Steuerparadies mehr. Wer dort immer noch sein Geld anlegt, ist aus Expertensicht ein Depp. Betroffen von diesen gestohlenen Steuer-CDs sind wohl eher Kleinunternehmer, Handwerker und Freiberufler.
Die eigentlichen "Reichen" gehören heute zu den Leuten, die streng auf Einhaltung der Steuer-Regeln achten und ihr Vermögen international und diversifiziert anlegen.
Borjahns arbeitete immer dort, wo das Geld fehlte, nur nicht in der Wirtschaft - abgesehen von einer kurzen Stippvisite nach seinem Studium bei Henkel. Seine Arbeitsstätten NRW und Köln sind besonders bekannt für hohe Verschuldung. Deshalb ist er wohl so einfallsreich. Er hat zum Beispiel die umstrittene Bettensteuer für Hotels und Pensionen initiiert.
In Wikipedia lese ich dazu:
"Heute haben zahlreiche Städte die auch im internationalen Raum übliche Besteuerung von Hotelübernachtungen eingeführt und von Gerichten bestätigt bekommen. Am 11. Juli 2012 wurde diese Steuer vom 9. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig für teilweise verfassungswidrig erklärt. Das Urteil kann nicht mehr angefochten werden."

Donnerstag, 9. August 2012

Ich kündige 1und1... und das ist gar nicht so leicht

1und 1 wird auf die Dauer Probleme bekommen, schätze ich: Viel zu teuer, schlechter Service und immer wieder Serverprobleme. Altmodisches, unübersichtliches Design. Irgendwie steckt da noch der von der Telekom mitgebrachte Staub der Vergangenheit drin. 1992 hatte die Telekom 1und1 mit dem Vertrieb von BTX-Zugängen beauftragt. Wer sich von unterwegs einwählt, bleibt oft hängen oder es dauert ewig, in seine Mails zu kommen. Außerdem ist die Darstellung mit dem Google Chrome Browser eingeschränkt.
Deswegen habe ich mich entschlossen, alle unsere vier Hosting-Verträge mit 1und1 zu kündigen und zu einem neuen Anbieter zu wechseln. Bei einem Umzug spare ich eine Menge Geld. Aber kündigen ist nicht leicht. Weiter unten die Anleitung von 1und 1 für die Online-Kündigung des DSL-Vertrages.  Im Hostingbereich muss man schriftlich kündigen. Ein Kündigungsschreiben meiner Assistentin wurde nicht akzeptiert, weil ich der bei 1und1 eingetragene Ansprechpartner bin. Tatsächlich verlangt 1und 1 für die gekündigten Verträge ein "Auftragsschreiben" das von mir persönlich unterschrieben ist. So zieht sich die Kündigung immer weiter hin. Wenn man Domains kündigen will, muss man das zusätzlich zur Vertragskündigung detailliert angeben, da diese Domains sonst an die Registrierungsstelle zurückgegeben werden und das kostet hohe Gebühren.  Kundenfreundlich ist das alles nicht, eher ein zusätzlicher Grund, die Kündigung mit Wut im Bauch durchzuziehen.

Schritt 1
Loggen Sie sich dazu mit Ihrer 1&1 Kundennummer und Ihrem 1&1 Kundenpasswort auf Ihrer 1&1 Vertragsseite ein.

Login 1&1 Vertragsseite
Schritt 2
Nach dem Login sehen Sie die Willkommensseite. Klicken Sie hier auf die Kündigung.

Kündigung auswählen
Schritt 3
Wählen Sie nun den Vertrag aus, den Sie kündigen möchten.

Auswahl des Vertrags
Schritt 4
Aktivieren Sie anschließend die Option Kompletten Vertrag kündigen.

Option "Kompletten Vertrag kündigen”
Schritt 5
Für Ihren 1&1 DSL-Vertrag wird als Kündigungszeitpunkt automatisch das Ende Ihrer Mindestvertragslaufzeit bzw. Vertragslaufzeit angezeigt. Wählen Sie hier aus dem Kontextmenü das von Ihnen gewünschte Kündigungsdatum für Ihre Zusatzartikel und Optionen aus. Klicken Sie danach auf Weiter.

Laufzeit-Ende des Vertrags
Schritt 6
Nurzen Sie in Ihrem Vertrag Domains oder Zusatzartikel, werden Ihnen diese nun angezeigt. Wählen Sie für diese die von Ihnen gewünschten Kündigungsoption sowie den Kündigungszeitpunkt aus. Klicken Sie anschließend auf den Button Weiter.
Vertragsbestandteile, Kündigungsoptionen und Laufzeit-Ende
Schritt 7
Im Anschluss sehen Sie eine Übersichtsseite mit den von Ihnen gewünschten Kündigungsoptionen. Bitte prüfen Sie zur Sicherheit die angezeigten Informationen auf Korrektheit. Klicken Sie abschließend auf den Button Bestätigen, um Ihre Kündigung einzuleiten.

Kündidungsübersicht  RECHTSCHREIBFEHLER HAHA
Schritt 8
Bestätigen Sie uns bitte Ihre Kündigung. Dafür steht Ihnen eine kostenlose Rufnummer zur Verfügung. Die Rufnummer wird Ihnen auf der abschließenden Seite angezeigt.

Mittwoch, 8. August 2012

Axel Springer Verlag: Ein Drittel des Umsatzes ist schon digital

Vor einigen Tagen habe ich über das "Online-Dilemma" der Verlage geschrieben und darauf verwiesen, wie erfolgreich der Axel Springer Verlag die digitalen Medien vorantreibt. Hier die Bestätigung mit konkreten Zahlen - siehe auch Pressemitteilung Axel Springer Verlag. Ähnlich voran kommt Burda.
Der Kress-Report schreibt dazu:
"Die Axel Springer AG hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 6,2% auf 1,62 Mrd Euro gesteigert (Vorjahr: 1,53 Mrd Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte erhöhte Springer den Konzernumsatz um 2,5%. Das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte im ersten Halbjahr um 6,9% auf 308,7 Mio Euro. Die Digitalen Medien trugen im ersten Halbjahr mehr als ein Drittel zum Gesamtumsatz und zum Konzern-Ebitda bei."
Kress an anderer Stelle: 
"Auch die Tomorrow Focus AG des Burdas-Verlages erhöhte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 14% von 61,5 Mio Euro auf 70 Mio Euro (bereinigt um den Umsatz der zum 1. August 2011 mehrheitlich veräußerten Adjug-Gruppe). Es ist der höchste Halbjahresumsatz in der Unternehmensgeschichte."

Heiner Flassbecks dramatischer Aufruf

Deutschland ist hauptverantwortlich für die Euro-/Schuldenkrise,  so Heiner Flassbeck, Chefökonom der Unctad und früherer Staatssekretär von Oskar Lafontaine. Dieser Meinung hat sich inzwischen die englische Financial Times angeschlossen. Ich gebe weiter, was er mir und anderen "Freunden und Kollegen" heute schrieb:

"The European Monetary Union reaches a critical stage but politicians are still unable to find a way out. Only a very few observers, and I should mention the FT`s Martin Wolf, have identified the economic policy model of Germany (the competiton of nations) as the factor most responsible for the crisis. This is the object of the following discussion. INET, the institute for new economic thinking has put together a group of economists, called the "Council on the Eurozone crisis" (http://ineteconomics.org/council-euro-zone-crisis). This group has presented a report called "Breaking the Deadlock" (http://ineteconomics.org/council-euro-zone-crisis). I criticized this report in the German FT (http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:oekonom-flassbeck-zur-euro-krise-die-niedrigen-loehne-sind-schuld-an-der-krise/70070469.html) and my critique was translated by some young scholars of INET into english (see attached file). Robert Johnson, the director of INET responded in his blog to my criticism (http://ineteconomics.org/blog/inet/sleepwalking-heiner) and I responded to him: http://ineteconomics.org/blog/inet/heart-euro-problem-response-inets-rob-johnson"

Hier sein dramatischer Aufruf:


The Day the Capital Was Flowing

- Pursuing new paths in economic thinking is difficult as long as one cannot let go of old thinking patterns -

by

Heiner Flassbeck

FTD, 31 August 2012

The Institute for New Economic Thinking (INET), which was established on the initiative of George Soros, recently assembled an INET Council on the Euro Crisis (ICEC) which in a memorable statement has addressed a wake-up call to politicians in Europe in an attempt to prompt serious reflection on the current situation. However, this laudable initiative may have come too late as the euro zone is about to slip into that sort of comatose state which calls for a prayer in resignation rather than an attempt to find ways to bring the patient back into life. Worse yet, instead of engaging in new economic thinking, the ICEC signatories are caught up in the most obsolete economic thinking patterns the world knows; as a consequence it is not surprising at all that they have failed to find a way out of the crisis.

Not unlike Mr. Sinn, ICEC report identifies “capital flows” as the root cause of the crisis: capital flows to the current deficit countries, in particular to the countries in Southern Europe, which the surplus countries may not welcome, but at least tolerate. This explanation comes as a surprise, indeed. Why should capital flows in a monetary union present a problem? Countries have agreed on a common inflation target, nominally the interest rates are entirely identical, the countries concerned are part of a European Union which as its utmost goal envisions freedom in capital flows. Then all of the sudden precisely these capital flows are deemed to be the cause of the problem. Problems related to capital flows indeed exist in the world outside of Europe. However, these countries lack a common inflation target, a common currency and a common monetary policy so that evil speculators can play their yoyo games with the currency resulting in unacceptable appreciations and depreciations. However, precisely these kinds of hazards are prevented through the existence of the monetary union.   So why should this no longer be true?

If the deficit countries at least suffered from the same ailment that one could then attribute to the capital flows. However, this is not the case at all: in fact Spain has a real-estate problem, but no budgetary problem, whereas Italy and Greece are grappling with high public debts, but do not have a real-estate problem. Is it already a problem in a monetary union when capital markets finance unchanged government debt ratios of countries, as in the case of Italy, or that they finance even decreased government debt ratios, as in the case of Spain? The INET Council’s answer is no, this cannot actually be a problem; yet as a kind of afterthought they add that the deficit countries had also appreciated in real terms and that in a monetary union this was difficult to correct.

Newsflash: the deficit countries have actually appreciated! How is this possible when adherence to the old German 2% inflation target had been agreed upon in clear and explicit terms?  How is it possible that at the exact moment when one agrees that changes in foreign exchange rates are no longer required and possible, huge current account imbalances arise and exchange rates are required again? How can inflation differences emerge when the same monetary policy is pursued? Why was there no competition to level out the prices at least with regard to tradable goods? And finally what are the reasons that support the belief that capital flows are responsible for the differences in the inflation rates? Interestingly, at the beginning the nominal interest rates were entirely identical. Differences in the real interest rates emerged only as a result of inflation differences. Does this imply, however, that the inflation differences cannot be explained through the capital flows?


So many questions, yet so few answers! Answers cannot be expected from the old way of thinking because of its inherent fear of putting the topic of wages up for discussion. Yet only wage developments can explain how the real appreciations and depreciations in the monetary union came about and why correcting them is so difficult. If one firmly believes in the existence of an independent labor market in which prices are determined by the principle of supply and demand, a wage discussion makes no sense and there is actually no need for it. Acknowledging the undeniable, empirically founded fact that unit labor costs (i.e. the distance of nominal wages to national productivity) dominate price increases would imply the loss of what is most precious to an economist: the belief in flexible labor markets which will easily create full employment if only the laborers would allow this.

If wages were up for discussion, one would also have to admit that with its extremely weak wage development Germany has decisively contributed to the appreciations and depreciations. And in a further step one would also have to ask whether this was justified considering the common inflation target of two percent. Finally, one would have to acknowledge the most painful realization: In order to emerge from this crisis a control of the wage development in the euro zone over a period of several years needs to be proposed in order to eliminate the appreciation of the deficit countries. However, in the old thinking pattern such measures are regarded as works of the devil and cannot be pursued.  Instead, crisis management under these circumstances cannot go beyond a superficial treatment of the symptoms and new thinking impulses are delayed to the next time around.

Dienstag, 7. August 2012

Eine Wette gegen die FTD macht Wirbel

Großen Wirbel hat die Wette von Thomas Knüwer (früher mal Handelsblatt-Reporter) in seinem Blog ausgelöst:
"Hiermit biete ich eine Wette an. Wenn jemand sie eingeht – in dem Fall muss ich auf einen Klarnamen bestehen – und ich sie verliere, werde ich 100 Euro an Reporter ohne Grenzen spenden. Im Gegenzug sollte sich der andere auch verpflichtet sehen, dies zu tun, denn Wettschulden sind ja Ehrenschulden. Meine Wette also lautet: Am Ende dieses Jahres wird es die “Financial Times Deutschland” in ihrer derzeitigen Form (als fünfmal wöchentlich erscheinende Tageszeitung) nicht mehr geben."
100 Euro zu wetten. spricht eigentlich nicht dafür, dass der Autor daran glaubt, die Wette zu gewinnen. Ich habe darauf heute folgendermaßen geantwortet:
Lieber Herr Knüwer,
ich wette 200 Euro dagegen, die ich natürlich auch spenden würde. Das Problem ist nämlich nicht allein die FTD, sondern der gesamte Verlag Gruner+Jahr, der in einer strategischen Wachstumsfalle sitzt, aus der ihn Bernd Buchholz nie herausgeholt hat, weil seine Stimme bei Bertelsmann kein Gewicht hat. Verglichen zum Beispiel mit einem Gert Schulte-Hillen. Sein größter Fehler: Buchholz hat den digitalen (Wieder-) Einstieg vollkommen verpasst, während andere Großverlage dort signifikantes Geschäft voranbringen. Die Frage ist, was macht Bertelsmann mit G+J, und wahrscheinlich erfahren wir schon im September mehr darüber. Die Wirtschaftspresse ist natürlich auch unter extremem Druck angesichts der erneuten Anzeigenschwäche in diesem Jahr. Man sollte die FTD und das Handelsblatt (ähnlich wie Kölner Stadtanzeiger und Kölner Rundschau) in zwei Redaktionen getrennt laufen lassen, aber Anzeigen und Vertrieb zusammenlegen – entweder als Kooperation oder durch Erwerb. Das würde wahrscheinlich wirtschaftlich funktionieren.

Montag, 6. August 2012

Spiegel Online

Heute sah ich in Arte den Filmklassiker "Citizen Kane", inszeniert von Orson Welles.
In einer Szene sagt der spätere Medienzar zu seinen Redakteuren: "Nachrichten entstehen nicht nur alle 24 Stunden". Es ging um die Einführung einer zweiten Tagesausgabe.
Sehr aktuell, finde ich.
Denn eines merkt man den Newsportalen nach wie vor an: Bei Ihnen wird nicht durchlaufend produziert.
Nachrichten kennen keine Pause, die Redakteure schon. Wer des Nachts Spiegel Online anklickt hat das Gefühl, alles schon gelesen zu haben. Offensichtlich arbeitet keiner mehr ab 22h.  Ähnlich bei Handelsblatt.com oder ftd.
Agenturen arbeiten auch nachts, spiegel online nicht. Ich finde, ein falsches Konzept für ein Nachrichtenportal.


Freitag, 3. August 2012

Die erstaunliche Entwicklung von Pro7Sat.1

Wir lesen derzeit nur noch über Bankenkrisen und schwächelnde Autokonzerne.  Dabei gibt es auch noch großartige Erfolgsgeschichten in Deutschland: Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 gehört für mich dazu.
Im Jahr 2007 stiegen die Finanzinvestoren Permira und KKR in die Sendergruppe Pro7Sat1 ein und übernahmen die Mehrheit.
Noch 2008 hatte die Welt berichtet:
"Seit der SBS-Übernahme ( Anmerkung: europäische Sendergruppe) sitzt ProSiebenSat.1 auf einem Schuldenberg von rund 3,5 Mrd. Euro. Im ersten Quartal lief das Geschäft schlecht. Wegen sinkender Werbeeinnahmen und schwacher Quoten auf dem Heimatmarkt war das operative Ergebnis um ein Viertel eingebrochen. Auch der Umsatz ging zurück." 
Die Kritik lautete, dass die Finanzinvestoren das Unternehmen zu einer 3 Milliarden- und Schuldenübernahme gezwungen und damit die Luft zum Atmen genommen hätten.
Inzwischen erweist sich das alles längst als Humbug.
Gestern kam das Unternehmen mit  glänzenden Zahlen für das zweite Quartal heraus. Siehe Quartalsbericht ProsiebenSat.1. Ein Beleg dafür, dass die oft gescholtenen Finanzinvestoren unglaublich viel bewegen können.
Seit Thomas Ebeling  Guillaume de Posch 2009 als CEO abgelöst hat, (Posch ist heute im Vorstand von RTL) ist fast nur noch Gutes über die Sendergruppe zu hören. Widerlegt wurde zum Beispiel der Irrglaube, nur erfahrene Fernsehmacher könnten einen Sender zum Erfolg führen: Ebeling, ein diplomierter Psychologe, hatte nie mit Fernsehen zu tun,  war zuvor Mitglied der Geschäftsleitung des Pharmakonzerns Novartis und Chef der  Division Consumer Health. Vorher arbeitete der Marketingexperte für Reemtsma und Pepsi Cola. Er ist einfach ein brillanter Manager.
Obwohl der Marktanteil von ProSieben seit dem Höchststand 1995 von 9,9 auf 6,2% gesunken ist, verdient das Unternehmen prächtig. 2011 wies der Geschäftsbericht ein Umsatzwachstum von 6 % auf inzwischen 2,756 Mrd. € aus, der Jahresüberschuss war um über 12% auf 308 Mio.€ gestiegen.
Im Werbemarkt hatte die Sendergruppe 2011 einen Marktanteil von 42,3 %. Die viel kritisierte Verschuldung durch die Übernahme konnte von 3 auf 1,9 Mrd. € abgebaut werden. Neue Formate brachten den vier Sendern der Gruppe neues, junges Publikum. Das digitale Potential des Mediums Fernsehen wird konsequent ausgebaut. Darüber hinaus zeigen die Experimente Online-Video und Online-Games Wirkung und legen im Umsatz stark zu.  Neuausrichtung und Diversifizierung treiben das Wachstum. Das Unternehmen plant bis 2015 nur noch mit 50 Prozent des Umsatzes aus Werbeeinnahmen.
Vorbildlich, was hier abläuft, wenn ich das mal mit einem öffentlich rechtlichen Sender wie dem ZDF vergleichen darf. Ich ziehe meinen Hut. Vielleicht sollte man das ZDF doch besser privatisieren?


Mittwoch, 1. August 2012

Nachtrag Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien

Ich muss noch einen früheren Blog korrigieren. Im April hatte ich in einem Beitrag über die Wirtschaftspresse geschrieben:
"Am Stubbenhuk sitzen heute die wirtschaftlich und räumlich Ausgegrenzten. Während die Kollegen von „Stern“, „Brigitte“ und anderen Blättern in den schönen Hallen des Hauses am Baumwall 11 residieren, heißt es für die im Hause stets ungeliebten Wirtschaftsredaktionen: „Wir müssen draußen bleiben“. Und zwar in dunklen, nicht besonders gepflegten Räumen..."
Kürzlich hat mir die Verlagsgeschäftsführerin Ingrid Haas die neuen Räume der 250-Mann-starken Wirtschaftsmedien gezeigt. Die Redaktionen waren schon im letzten Jahr in die "schönen Hallen" am Baumwall 11 umgezogen, was ich doch glatt verpasst hatte. Ich bitte um Entschuldigung! 
In Frankfurt wollten die Finanzredakteure übrigens letztes Wochenende auch umziehen in die neue Adresse Uhlandstraße 2, 60314 Frankfurt. Aus technischen Gründen wurde der Umzug jetzt auf Ende August verschoben.