Donnerstag, 12. Oktober 2017

Geheimplan enthüllt: Der Bayxit kommt.

Es ist der Stoff. aus dem die Träume sind: Gut unterrichtete Kreise berichten mir, dass der Freistaat Bayern die Unabhängigkeit ausrufen wird, sollten die Grünen die Flüchtlings-Obergrenze nicht akzeptieren. Enthüllungsreporter von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR sowie der Funke Mediengruppe berichten in ihren kommenden Ausgaben, dass die geheimen Vorbereitungen für einen "Bayxit" schon weit fortgeschritten sind.

Die Gründe für eine bayerische Sezession liegen klar auf der Hand. Ähnlich wie Katalonien finanziert Bayern seit Jahrzehnten die Misswirtschaft anderer (meist SPD-geführter) Bundesländer. Thema ist auch die Pflege der eigenen Sprache: Das "Mir san mir" liegt den Bayern schon lange in den Genen. Als flächengrößtes Bundesland und nach NRW bevölkerungsreichstes Bundesland ist der Freistaat größer als die meisten europäischen Länder: Mit 568 Milliarden Euro lag das Bruttoinlandsprodukt 2016 an siebter Steller aller EU-Staaten: Vor Ländern wie Schweden, Polen, Belgien. Österreich, Dänemark oder Portugal. Das sollte für einen selbstständigen Staat reichen. Hochqualifizierte Beamte, die das alles managen, hat Bayern ja ohnehin schon genug.

Brisant sind die Einzelheiten, die jetzt bekanntwerden: Als erstes, so heißt es,  werde ein unabhängiges Bayern sofort die Obergrenze auf minus 100.000 festlegen und unmittelbar danach die Grenzen in einer Richtung schließen: Flüchtlingen aus Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Österreich, Tschechien und der Schweiz würden ab sofort nur noch nach Abgabe von Fingerabdrücken und Ausfüllen eines Formulars reingelassen, in dem der Zweck der Reise glaubhaft beschrieben ist.  In die Gegenrichtung werde man konzilianterweise auf eine Schließung verzichten, um keinen unnötigen Auswanderungsstau zu erzeugen, heißt es in den Kreisen. "Niemand beabsichtigt eine Mauer zu bauen", hieß es dazu beschwichtigend aus Kreisen der Separatisten. Es gehe auch darum, die bayerische Kultur vor der Vermischung mit Migranten zu retten. "Stellen Sie sich einen Migranten mit Turban und Lederhose vor" - wie soll das gehen? Trachten, Dirndl und Lederhosen seien wichtiger als Burkas und Kopftücher.

Aus Kreisen, die dem bayerischen Finanzminister Markus Söder nahestehen, verlautet, man werde umgehend eine Sondersitzung des Landesparlaments einberufen und einen entsprechenden Antrag stellen. Es sei sicher, dass die Mehrheit der Parlamentarier dem Antrag zustimmen werde. Sondierungen hätten ergeben, dass auch die AfD mitmachen werde, da sie dies als Pilotprojekt für einen Dexit sehe.
Offen sei noch, ob die künftige Verfassung die Rückkehr zur Monarchie enthalten werde, was nahe läge, da Söder ohnehin schon Kronprinz sei. Befürworter verweisen auf die effektvolleren Möglichkeiten der Huldigung hin, die eine Monarchie mit sich bringe. Am Beispiel der Queen könne man überdies sehen, wie alt ein König werden kann, was in einer Gerontokratie (Herrschaft der Alten), von zunehmender Bedeutung sei. Zwar sei Horst Seehofer mit seiner leichten Senilität schon auf dem besten Wege dahin, aber ein unabhängiges Bayern brauche einen klaren Neuanfang. Schließlich liege schon in der Bezeichnung "Freistaat" die Handlungsanweisung für die Zukunft. Freiheit für Bayern müsse jetzt endlich umgesetzt werden.
"Die große Chance", so der an den verfassungsrechtlichen Vorbereitungen beteiligte Peter Gauweiler, "liegt in einer Neudefinition unserer Europapolitik." Mit dem Bayxit sei es möglich, eine eigene, starke und stabile Währung zu schaffen und der europäischen Schuldenvergemeinschaftung endlich zu entkommen. Die Währung soll laut Söder nahestehenden Hofschranzen virtuell nach dem Beispiel der Bitcoins geschaffen werden und "Baycoins" heißen. Die Programmierung dafür sei bereits abgeschlossen. Man werde wie 1949 bei der Einführung der D-Mark jedem bayerischen Bürger ohne Migrationshintergrund einen einmaligen Baycon-Betrag bis zu einer bestimmten Obergrenze zukommen lassen. "Damit sind wir endlich den Euro los", so ein mit den Vorgängen vertrauter bayerischer Separatist.

Bundeskanzlerin Merkel lehnte ebenso wie Karlheinz Rummenigge eine Stellungnahme ab. FDP und Grüne wollen Angela Merkel jetzt in einer Minderheitsregierung unterstützen.

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